Menschen sollten immer einen Teil ihrer laufenden Einkünfte bei Seite nehmen und investieren. Zum einen, um für das Alter vorzusorgen und zum anderen, um das monatliche Einkommen zu diversifizieren. Dabei stehen dem Anleger sehr unterschiedliche Formen der Geldanlage zur Verfügung, die sich sowohl von den Risiken als auch den Renditeerwartungen her teilweise enorm unterscheiden.
Tagesgeldkonten sollten hierbei den Grundstock eines jeden Portfolios bilden. Wird das Konto in Euro geführt liegen die Gewinnchancen ausschließlich in der Verzinsung des Guthabens bei einem gegen Null tendierenden Risiko.
Eine weitere Vermögensklasse bilden Anleihen. Diese Wertpapiere werden neben Staaten auch von Unternehmen ausgegeben, um Geld am Kapitalmarkt auszugeben. Käufer einer solchen Anleihe werden automatisch zum Gläubiger des jeweiligen Emittenten. Die meisten Anleihen sind mit einem fixen Kupon ausgestattet, d.h. der Inhaber der Anleihe erhält in ihrer Höhe feststehende und gleich bleibende Zinserträge über die Laufzeit der Anleihe. Während der Laufzeit weist eine Anleihe Schwankungen auf, die sich vor allem aus der Entwicklung der Zinsen und aus der individuellen Situation des Emittenten ergeben. Damit können mit Anleihen auch Kursgewinne realisiert werden.
Aktien stellen die Anlageklasse mit den höchsten Gewinnchancen dar – abgesehen von derivativen Finanzprodukten wie Optionsscheine und Zertifikate. Mit dem Kauf einer Aktie wird ein Stück von dem jeweiligen Unternehmen gekauft, wodurch der Aktionär zum Miteigentümer des Unternehmens wird. Theoretisch kann der Gewinn mit einer Aktie ins Unendliche steigen, während ein möglicher Verlust auf den eingesetzten Betrag beschränkt bleibt. Neben den potentiellen Kurssteigerungen erhalten die Aktionäre vieler Unternehmen in Deutschland einmal, in vielen anderen Ländern zwei, vier oder gar 12 Mal jährlich eine Dividende, die einer Rendite von durchaus bis zu 5 % und mehr entsprechen kann. Aktien setzen aber auch das meiste Wissen unter den Anlegern voraus, da diese die Zukunftsperspektive des jeweiligen Unternehmens einschätzen können sollten. Für Personen ohne das notwendige Börsenwissen bieten sich Aktienfonds an.
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